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Augenprothesen aus Kunststoff

Augenprothesen aus Kunststoff

In einigen Fällen ist es sinnvoll, eine Augenprothese aus Kunststoff dem Material Glas vorzuziehen. Dies ist insbesondere dann ratsam, wenn andernfalls die Gefahr bestünde, dass ein Kunstauge aus Glas häufig zerbricht, z.B. bei Kindern, blinden oder auch greifbehinderten Menschen. Selbstverständlich können auch weitere medizinische Indikationen für eine Augenprothese aus Kunststoff sprechen. Die Beurteilung der Situation liegt bei der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Augenprothesen aus Kunststoff werden aus Polymethylmetacrylat (PMMA) hergestellt. Sie sind nahezu unzerbrechlich und können ca. 5-7 Jahre getragen werden. Dieser Wert gilt für erwachsene Menschen. Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase müssen die Prothese deutlich häufiger wechseln, um mit ihrer Hife das Wachstum der Augenhöhle optimal zu unterstützen. Einmal jährlich sollte der Prothesensitz überprüft werden. Bei dieser Gelegenheit wird das Kunstauge professionell gereinigt und poliert.

Die Augenprothese aus PMMA ist biokompatibel und somit gut verträglich. Wegen seiner hohen Oberflächenhärte, seiner Unzerbrechlichkeit und seiner guten Formbarkeit wird das Material seit Jahrzehnten in der Augenprothetik erfolgreich eingesetzt. Das sogenannte „modifizierte Impressionsverfahren" sorgt für eine exakte Anpassung an die Augenhöhle und beeinflusst damit die Beweglichkeit positiv. Übermäßige Sekret-Bildung hinter der Prothese wird so reduziert.   

Die Augenprothese aus Kunststoff bedarf einer gesonderten Genehmigung durch die Krankenkasse und muss vom Arzt mit der entsprechenden Indikation begründet und verordnet werden.

Im Gegensatz zu Glas können Augenprothesen aus Kunststoff bis zu einem gewissen Grad an eine veränderte Augenhöhlensituation angepasst werden. Dies ist insbeondere für eine mitwachsende Augenprothese für Kinder von Vorteil.